28. April 2004 20:06

Voice-Softwaremarktführer Clarity kommt nach Österreich

Clarity, marktführender Anbieter von Software für Sprachcomputersysteme in Europa, drängt nach Österreich. Das Unternehmen hat eine eigene Repräsentanz in Wien eröffnet, die für Entwicklung, Kundenservice und Vertrieb in Österreich zuständig ist.

Die Niederlassung wird alle Kunden in Österreich mit technischem Support und kundenspezifischen Anpassungen betreuen. Zum Leiter der Wiener Repräsentanz wurde Karl Aichinger ernannt. Er berichtet an den Clarity Vertriebsvorstand Uli Lindner.

 

Der Schwerpunkt der Entwicklungs- und Vertriebstätigkeiten von Clarity in Österreich liegt auf sog. Sprachdialogsystemen, oft auch als Voice Commerce bezeichnet. Es handelt sich dabei um Systeme, mit denen man in natürlicher Sprache reden kann.

 

Voice Commerce gilt als Milliardenmarkt der nahen Zukunft. Typische Einsatzgebiete sind telefonische Auskunftsdienste, Bestellannahme, Reservierungssysteme und bestimmte Customer Care Center-Aufgaben, insbesondere Self-Service Angebote. Clarity, Oracle, Jamba!, Fujitsu Siemens Computers und Cap Gemini Ernst & Young hatten erst kürzlich eine Voice Commerce Alliance bekannt gegeben, um der neuen Sprachtechnologie endgültig zum Durchbruch zu verhelfen.

 

Sprachportale gelten als Schlüssel zum besseren Kundenservice und zur Rationalisierung im Call Center. Bis zu 70 Prozent typischer Routine-Aufgaben in einem Call Center können vom Sprachcomputer übernommen werden. Die Computerlösung ist rund 90 Prozent kostengünstiger und funktioniert zudem rund um die Uhr mit gleich bleibender Kompetenz und Freundlichkeit.

 

Selbstsprechende Telefonanlage für den österreichischen Markt

 

Zum Start in Österreich hat Clarity gemeinsam mit Fujitsu Siemens Computers eine neue sprachautomatisierte Telefonzentrale vorgestellt. Hierbei wird jeder Anrufer über einen Computerdialog mit dem gewünschten Gesprächspartner verbunden. Das System versteht ganze Sätze wie Ich möchte Herrn Müller sprechen, fragt gegebenenfalls nach Meinen Sie Herrn Hubert Müller oder Herrn Jürgen Müller? und leitet dann zum entsprechenden Anschluss weiter. Um den richtigen Ansprechpartner zu finden, genügt es auch, wenn man direkt sein Anliegen (Ich habe eine Beschwerde), die Abteilung oder die Funktionsbezeichnung (Marketingleiter), , die Region (Händler in Graz) oder eine Angabe nennt, die andeutet, worum es geht (Verbinden Sie mich mit der Kundenbetreuung). Die Antworten des Systems kann man jederzeit unterbrechen (barge-in), um die Anfrage zu korrigieren oder zu präzisieren (Geben Sie mir doch lieber Herrn Meier statt Herrn Müller).

 

Als Zielgruppe nennen Clarity und Fujitsu Siemens Computers Unternehmen, die den Service in ihrer Telefonzentrale optimieren und gleichzeitig die Kosten minimieren wollen. Das System lässt sich mit jeder Telefonanlage verbinden, die bereits im Betrieb ist oder auf Basis der neuerlich bei Clarity im Programm befindlichen softwarebasierten Telefonanlage installieren.

 

Die notwendige Intelligenz für den Umgang mit den Anrufern bringt die Softwaresuite Clarity V/3 mit, die Clarity mit der Eröffnung der Wiener Repräsentanz in den österreichischen Markt einführt. Die seit 1999 entwickelte Software liegt mittlerweile in der dritten Generation vor. Sie basiert auf gängigen Standards wie VoiceXML 2.0 und ist dadurch offen und erweiterbar. VoiceXML (Extensible Markup Language) ist der Standard des World Wide Web Consortium (W3C) für Sprachsoftware.

 

Clarity bietet nicht nur die Software an, sondern sorgt mit Professional Services, die vornehmlich von den marktführenden Consulting- und Integrations-Partnern der Clarity AG erbracht werden, auch für die reibungslose Einführung der Sprachsysteme. Zudem arbeitet das Unternehmen in Österreich eng mit Systemintegratoren zusammen, die Komplettlösungen konzipieren und implementieren.

 


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