28. July 2001 10:40

"V-Shopping" wird zum Trend: E-Commerce per Telefon

Clarity-Chef Christoph Pfeiffer stellt vor: Online-Shops jetzt auch per Telefon bedienbar

 

Bad Homburg , 28. Juli 2001

Unter dem Namen "Voice Shop" hat die Bad Homburger Clarity AG, Europas führender Anbieter von Sprachportal-Softwarelösungen, ein neues Konzept vorgestellt, das herkömmliche Online-Shops per Telefon bedienbar macht. Der Kunde "unterhält" sich hierbei mit einem Sprachdialogsystem, das ihn durch das Angebot der Website führt. Hauptvorteil für den E-Commerce-Anbieter: Seine Produkte können von jedem Festnetzapparat und jedem Handy ohne Internetanschluss aus bestellt werden. "Für den Verbraucher ist V-Shopping deutlich bequemer, weil telefonieren viel einfacher ist als einen PC zu konfigurieren und im Internet zu surfen", erklärt der Clarity-Gründer und -Vorstandsvorsitzende Christoph Pfeiffer. V-Shopping bietet sich nach seinen Worten insbesondere für einfache Waren wie zum Beispiel Bücher, CDs, Videos, Blumen und Eintrittskarten an. Das neue System "Voice Shop" umfasst alle Funktionen einer herkömmlichen Online-Einkaufslösung; die Kette reicht dabei von der Produktauswahl über das Sammeln im Warenkorb bis hin zum Zahlungsvorgang. Die Software "Voice Shop" kann auf mehreren Ebenen an die E-Commerce-Website angeschlossen werden, betont Clarity-Chef Pfeiffer: "Dadurch lassen sich die vorhandenen Shopping-Funktionen unverändert auf die Sprachversionen übernehmen." Auf der Basis einer Clarity-eigenen Software werden die Dialoge zum Teil in der Norm VoiceXML erstellt.

 

Mit V-Shopping werden vor allem zwei Kundengruppen im wahrsten Sinne des Wortes "angesprochen": Menschen, die privat oder beruflich viel unterwegs sind und deshalb weniger Zeit im Internet verbringen, sowie Verbraucher, die zwar vor dem Internet zurückschrecken, aber gerne telefonieren. "Die E-Commerce-Shops erhalten durch die Steuerung per Sprachdialog mehr Reichweite", erklärt Christoph Pfeiffer - immerhin seien in Deutschland rund 52,5 Millionen Festnetztelefone in Betrieb, die praktisch alle 80 Millionen Bundesbürger zu Telefonnutzern machten, während es nur etwa 24,2 Millionen Internetsurfer gebe.

 

Von unterwegs ist der Anruf eine echte Alternative zum Hantieren mit Internet-Handys, die mit ihren Minidisplays und Zahlentastaturen nicht gerade zum Surfvergnügen anregen. "Im Vergleich zum mühseligen Herumtippen auf einem WAP-Handy hat man per Telefon in der Hälfte der Zeit ein Ticket gelöst, ein Hotel gebucht, einen Flug reserviert oder ein Buch bestellt", nennt der Clarity-Vorstandsvorsitzende ein anschauliches Beispiel. Die Marktforschungsgesellschaft Forrester Research prognostiziert dem Markt für V-Commerce bis 2003 ein weltweites Volumen von rund 450 Mrd. Euro.


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