22. October 2003 15:34

Sprach-Frühindikator steigt

Telefonportale reagieren auf anspringende Konjunktur und schaffen neue Jobs.

Die meteorologischen Temperaturen sinken, doch beim Wirtschaftsklima mehren sich die Anzeichen für ein Ende der Eiszeit. Das meldet der Sprachportal-Spezialist Clarity. Das Software- und Dienstleistungshaus hat beobachtet, dass die Investitionsbereitschaft von Unternehmen zunimmt. Allein in den letzten acht Wochen konnte Clarity zehn neue Kunden gewinnen, vor allem aus den Bereichen Öffentliche Institutionen, Contact Center und Energieversorgung.

 

Damit ist die Beantwortung der zurzeit in Deutschland wohl am häufigsten gestellten Frage (Wann kommt der Aufschwung?) ein Stück näher gerückt. Die zweithäufigste Frage (Wie stark wird der Arbeitsmarkt vom Aufschwung profitieren?) beantwortet Clarity zumindest für den eigenen Bereich positiv. Das Bad Homburger Unternehmen sucht neue Mitarbeiter, vor allem für den Vertrieb. In der Sprachtechnologie-Branche gibt es einen enormen Bedarf an engagierten Verkäufern, sagt Christoph Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender der Clarity AG.

 

Die Clarity AG ist nach eigenen Angaben Spezialist für intelligente Sprach-Dialogsysteme, mit denen man (fast) wie mit einem Menschen sprechen könne. Zielgruppe für diese Sprachportale seien Unternehmen, die Kunden und Mitarbeiter per Telefon besser und einfacher bedienen wollen, um Umsatz, Produktivität und Kundenbindung zu erhöhen. Typische Einsatzbeispiele seien automatische Telefonvermittlung, Auskunftsdienste oder Reisebuchungen.

 

Die Tatsache, dass immer mehr Unternehmen in Sprachtechnologie investieren, interpretiert Clarity als Signal für einen Wirtschaftsaufschwung. Die Unternehmen bauen die Schnittstelle zu ihren Kunden aus. Das heißt, sie bereiten sich auf einen höheren Konsum vor, sagt Pfeiffer. Deshalb seien die Aufträge für Sprachanwendungen ein geeigneter Konjunktur-Frühindikator.


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