17. November 2004 15:28

Mittelstand hat den Einsatz von Sprachtechnologie noch vor sich

Die mittelständische Wirtschaft in Deutschland hat sich überwiegend noch nicht mit Sprachdialogsystemen und anderen modernen Ausprägungen der Sprachtechnologie beschäftigt. Dies ist die Schlüsselerkenntnis einer aktuellen Umfrage der Clarity AG.

Demnach haben 54 Prozent der 40 befragten KMUs die Möglichkeiten telefonischer Mehrwertdienste noch gar nicht unter die Lupe genommen. Fast ein Drittel (32 Prozent) haben Angst, dass die Anfangsinvestitionen hierfür zu hoch sind, ohne sich allerdings bereits eine Kalkulation des Return on Investment (ROI) angeschaut zu haben, hat Clarity ermittelt. 5 Prozent haben eigenem Bekunden zufolge bislang keine sinnvolle Eingliederung von Sprachdialogsystemen und anderen Sprachanwendungen in ihr Geschäftsmodell gefunden.

 

Um dem Bedarf an Informationen über den Einsatz von Sprachtechnologie in Unternehmen nachzukommen, hat Clarity im Internet unter www.clarity-ag.net eine Serie von White Papers veröffentlicht. Sie helfen bei der Einordnung von Fachbegriffen wie Sprachportal, Sprachdialogsystem, Natural Language Understanding, Interactive Voice Response, zeigen Einsatzszenarien auf und geben konkrete Anhaltspunkte für die Wirtschaftlichkeitsberechnung von Sprachanwendungen. Zielgruppe sind Fach- und Führungskräfte, die sich mit der Thematik vertraut machen wollen.

 

Die Clarity AG verweist auf eine aktuelle ROI-Berechnung des Voice Commerce Research Center (VCRC) anhand der Clarity-Software Contact Manager, nach der sich die Anschaffung der virtuellen Telefonzentrale nach fünf bis neun Monaten lohnt. Beim Contact Manager handelt es sich um ein Programm, das im Dialog mit dem Anrufer in natürlicher Sprache direkt mit dem gewünschten Ansprechpartner im Unternehmen verbindet. Das Voice Commerce Research Center hat zwei Szenarien entwickelt: für eine kleine bzw. eine mittlere Firma. Im ersten Fall wird die mit einem Mitarbeiter besetzte Telefonzentrale durch den Contact Manager ersetzt, im zweiten Fall die Telefonzentrale von fünf um vier Mitarbeiter reduziert. Ergebnis: Im ersten Fall stellt sich der Return on Investment in neun Monaten ein (mit einer Gesamtersparnis von rund 100.000 Euro über vier Jahre hinweg); im zweiten Fall hat sich der Contact Manager schon nach fünf Monaten bezahlt gemacht (Ersparnis: rund 450.000 Euro). In beiden Beispielen sind eine Reihe von weichen Faktoren noch nicht eingeflossen  wie zum Beispiel Image- und Umsatzsteigerung durch eine bessere telefonische Erreichbarkeit.

 


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